Das besetzte Haus „Lotta occupato“ wurde geräumt

Am Montag, dem 29. Juni, wurde das besetzte Haus „Lotta occupato“ in Graz geräumt. Die Räumung wurde von Mitarbeitern einer Baufirma unter Unterstützung der Polizei durchgeführt. Auch der Eigentümer der Gebäude und des Grundstücks war vor Ort und verhielt sich äußerst arrogant und aggressiv.

Die Hausbesetzer hatten die Fenster und Türen mit Brettern vernagelt, doch den Eindringlingen gelang es trotzdem, ins Innere zu gelangen. Niemand wurde festgenommen oder wegen einer Straftat angeklagt. Kurz nach der Räumung des besetzten Hauses begann der Abriss der Gebäude, damit auf dem Gelände weitere Luxuswohnungen errichtet werden können.

Sie haben uns unser Zuhause weggenommen. Sie haben einen Ort zerstört, der Menschen Zuflucht vor dem Krieg bot. Jetzt wird es hier noch mehr sterile Wohnungen geben, die nur den Reichen zugänglich sind.

Wir haben eine Schlacht verloren, aber unser Kampf geht weiter. Wir erkennen das bürgerliche Recht auf Privateigentum nicht an. Wir wissen, dass der Weg der Bourgeoisie zum Reichtum mit dem Leid der Arbeiterklasse gepflastert ist. Wir sind Unruhestifter, die dafür sorgen werden, dass es die Reichen nicht leicht haben. Jedes Mal, wenn sie uns aus unserem Zuhause auf die Straße werfen, klettern wir durch ein Fenster in ein anderes leerstehendes Haus in der Nachbarschaft.

- Menschen, Hunde, Igel und Mäuse aus dem besetzten Haus, 2. Juli 2026